
seit langem hab ich das schon vor mal auszuprobieren, jetzt gemacht und für wirklich gut befunden – ich hab mich ein bissi eingelesen, ein paar rezepte geschmökert (google nach no knead bread) – rausgekommen ist dann: 300g weizenmehl, ja natürlich – das hat viel eiweiss (tja, sorry, glutenfrei gibts nicht, aber solltet ihr glutenpaniker sein, trotzdem mal probieren, vielleicht is ja ned gluten sondern nur blödes industriebrot das ihr nicht vertragt) 100g roggenmehl (warum? weil eines daheim war und roggen gut schmeckt), ein gestrichenes teelöfferl salz und eine brise, ein paar gequetschte fenchelsamen und ca. ein drittel packerl trockenhefe. 350 ml (ca.) wasser lauwarm dazu und das ganze verrühren – nicht kneten, einfach so, das keine „mehlinseln“ mehr überbleiben. und jetzt – laut den beschreibungen und erklärungen – so 18-24 stunden gehen lassen im gefäß in dem es vermischt wurde – also gschirrtuch drüber und warten.
am nächsten tag sieht das ganze relativ klebrig aus, zieht wenn man die schüssel schief hält fäden und riecht wie brotteig – das is ja schonmal gut – und da hab ich mit den fotos versagt…
den ganzen „baz“ dann auf ein bemehltes (genug bemehltes, das klebt wie verrückt) backpapier – den gatsch von allen vier seiten mal in die mitte und nochmal 2 stunden gehen lassen, also wieder gschirrtuch drauf…
nach eineinhalb stunden einen gusseisentopf oder römertopf oder einfach was mit dicken wänden mit deckel im backofen bei 250 grad vorheizen – mein lecreuset mit plastikgriff wurde auf den alugriff umgebaut, wenn ihr nur plastikgriffe am deckel habt irgendeine konstruktion bauen der die hitze aushält.
dann, wenn der topf echt echt heiss ist – so nachdem der eine halbe stunde vorgeheizt wurde einfach das brot reinkippen (wenn möglich mit den gefalteten seiten nach oben, das hab ich nicht hinkriegt) – deckel schnell zu und wieder in den ofen, immer noch 250 grad – nach 30 minuten deckel runter, nochmal 15 minuten backen und dann:

sieht ja schonmal gut aus, oder? das brot dann auf einem gitter – oder brett, halt nicht im topf – mindestens eine halbe stunde auskühlen lassen (da passiert noch einiges chemisch und physikalsich mit dem brot, deswegen ist das echt wichtig)

und dann – anschneiden – es duftet nach brot, nicht nach pizza, und es sieht echt gut aus

unregelmäßige löcher, schöne kruste (die könnt nächstes mal vielleicht noch dicker werden, also ein bissi länger im ofen lassen) und es schmeckt wirklich gut – einfach ein bissi butter drauf, und hmmmmm….

